Katerina Belkina

Katerina Belkina wirft den Duktus der Neo-Renaissance ins Zentrum aktueller Fragen.

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Katerina Belkina wuchs in einem künstlerischen Haushalt auf. Auch ihre Mutter war Künstlerin. Ab 1989 studierte Belkina an der Kunstschule und der Petrow-Wodkin-Kunstakademie in Samara. Mitte der 2000er Jahre wurde Belkina international bekannt, als die italienische Zeitschrift Il Fotografo sie in der Reihe Große Fotografen vorstellte. 2007 wurde Katerina Belkina für den russischen Kandinsky-Preis nominiert. 2009/2010 nahm sie an der ersten Fotobiennale des Russischen Museums im Marmorpalast in Sankt Petersburg teil. 2011 wurde ihr im Rahmen der 4. Moskauer Biennale für zeitgenössische Kunst eine von Tatiana Kurtanova kuratierte Ausstellung eingerichtet. 2015 erhielt sie den Internationalen Lucas-Cranach-Preis für Die Sünderin.

Mit der Serie Revival reinterpretiert Katerina Belkina die historische Formensprache der Neo-Renaissance und formuliert zeitgemäße Fragestellungen im Kontext von Kunst und Psychologie. In den letzten Jahren sind es vor allem inszenierte Selbstporträts, die ihre Arbeit bestimmen. So setzt sich Belkina In ihrem preisgekrönten Werk Die Sünderin als Schwangere in Pose. Hinter ihr ist Christus und die Ehebrecherin von Lucas Cranach dem Jüngeren zu sehen. Belkina imitiert die Kleidung der Ehebrecherin und nimmt deren Platz ein, in dem sie sich vor diese setzt. So löst sie die Frau aus der Menge und stellt sie in das Zentrum des Bildes. In der Serie Paint kombiniert sie malerische und fotografische Elemente und stellte Gemälde berühmter Maler nach.

Freitag 3 Februar 2017
bis Sonntag 26 Februar 2017