Peter Opheim

Peter Opheim präsentiert eine Serie von großformatigen Malereien und dreidimensionalen Arbeiten.

2011 entdeckte Peter Opheim die Abstraktion und begann kleine Modelle aus farbigem Lehm zu formen, die er dann in monumentale Ölmalereien übersetzt, die wiederum auf unheimliche Art und Weise die skulpturale Qualität der kleinformatigen Modelle transportieren. Die meisten seiner anfänglichen Arbeiten stellen skurrile Kreaturen dar, wie man sie in Knetanimationen für Kinder finden könnte. Wie vorschulische Knet-Figuren, summieren diese frühen Figuren Körperteile, die gerollten Kugeln und Röhren aus Lehm in einer Art und Weise ähneln, die eine kindliche Sentimentalität und Assoziationen mit familiären Kuscheltieren hervorruft.

Im Rahmen dieser neuen Ausstellung präsentiert Opheim eine Serie von elf großformatigen Malereien neben sechs dreidimensionalen Arbeiten. Auch hier bringen seine Malereien eine kindliche Essenz zum Ausdruck. Was diese Arbeiten jedoch von den vorausgehenden unterscheidet, ist die Tatsache, dass sie jede Idee von Klamauk oder Nostalgie, die das Manifest als grotesk und wandelbar verbildlicht, durchbrechen. Hinter den Fassaden einer verführerischen Süße, die die vorrausgehenden Arbeiten charakterisierte, suchend, bringt Opheims Schau stattdessen komplexe Ahnungen zum Ausdruck, die auf die inneren Vorgänge eines pre-adoleszenten Kopfes spekulieren, der erwachsenes Terrain lediglich mit begrenztem Wissen, das seiner Fantasie entsprungen ist, betritt.

Freitag 15 September 2017
bis Sonntag 8 Oktober 2017