Was geht hier vor?

Das Direktorenhaus bietet in Berlin eine Verbindung zwischen angewandter Kunst, Design, Architektur und Gegenwartskunst.

MoreLess

Das Direktorenhaus zeigt eine eigene Sammlung neben wechselnden Ausstellungen. Im Zentrum der Ausstellungen steht die spürbar gestiegene Bedeutung von Design und Ästhetik im heutigen Leben. So kreist das Programm um aktuelle Phänomene des Designs und bezieht bewusst die Grenzgebiete zu Architektur, Kunst und Handwerk mit ein. Das Direktorenhaus bezieht sich hierbei auf die Tradition der stilprägenden Kunsthandwerker-Bewegungen wie Arts and Crafts, Werkbund, De Stijl oder Bauhaus. Gleichzeitig will es auch den Blick auf zukünftige Entwicklungen freigeben und ist Plattform für junges Design, Kunsthandwerk und künstlerisch geprägte Manufakturproduktion. Die vielschichtige Programmatik des Direktorenhauses erlaubt unterschiedliche Zugänge auf das Verständnis von Design und angewandter Kunst, das sich in den letzten Jahren gewandelt hat. Biokultur, Bricolage-Stil und digitale Medien vereinen sich unvoreingenommen und konfrontieren Gestaltung mit Sinn- und Zukunftsfragen. Das Direktorenhaus verfolgt das Ziel, dieses Phänomen des zeitgenössischen Designs zu erforschen und einer breiten Öffentlichkeit (auch kritisch) zu vermitteln. Die Bar des Direktorenhauses hält ein kleines kulinarisches Angebot bereit; im Designshop des Direktorenhauses finden sich limitierte Objekte, Manufakturprodukte, Künstler-Editionen und kleinere Geschenke.

Der Name „Direktorenhaus“ geht zurück auf die ursprüngliche Verwendung des Hauses als Direktionssitz der Alten Münze. In den anliegenden Produktionshallen war die preußische Münzprägeanstalt untergebracht, die von dem klassizistischen Architekten Johann Heinrich Gentz um 1798 errichtet wurde.