Andrei Loginov

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Andrei Loginov arbeitet an der Schnittstelle zwischen Bildhauerei und Fotografie: Seine hologrammartig leuchtenden Schaukästen sind „fotogenetischen Skulpturen“. Der in Berlin lebende Künstler wurde in Minsk geboren und erhielt dort eine klassische Malereiausbildung am Kunstlyzeum. Nach seinem Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf arbeitete er bei Gerhard Merz und Magdalena Jetelowa, um sich daraufhin der Fotografie zuzuwenden.

 

 

 

In seinen aktuellen Serien schafft Andrei Loginov dimensionslose, entmaterialisierte Objekte, die zugleich haptisch real wirken. Seine Hauptinspiration nimmt Loginov aus der elektronischen Musik. Wie die akustischen Wellen ihre Hörer in einem unmittelbaren, gedankenfreien Fluss mitreißen, möchte Loginov den Betrachter in ein kindliches Staunen, in ein Aufgehen in den deutungsbefreiten Formverwicklungen versetzen. Gleichzeitig verweisen die in Leuchtkästen schwebenden Objekte auf die konstruktivistischen Prinzipien des Suprematisten und Architekten El Lissitzky, dessen schwebenden und schwingenden „Proun“-Bilder ebenfalls als reine Empfindung wahrgenommen werden sollten.