Anne Lengnink

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Die Werke der Schmuckdesignerin Anne Lengnink überraschen mit ihrer Stimmungsvielfalt: Sie sind körperbezogen, aber leicht und überirdisch, mal hell und fröhlich, mal melancholisch und düster.

Die Künstlerin hat Schmuckdesign bei Andrea Wippermann an der Hochschule Wismar studiert und wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderen erhielt sie das Caspar-David-Friedrich-Stipendium 2017. Die Objekte von Lengnink sind in erster Linie Schmuckstücke, offenbaren aber bei näherer Betrachtung manch andere Eigenschaften. Vor allem arbeitet die Künstlerin viel mit der Aktion: Ihre Objekte entfalten in der Interaktion mit dem menschlichen Körper ihr Potential und ihre Geheimnisse. „Auf dem Grund ist Dunkel genug“ ist zum Beispiel eine Schmuckkollektion, die pure und klare Farben und Formen des Porzellans mit aussagekräftigen, abstrakten Titeln kombiniert. Eine Mischung aus Latex und Porzellan ergibt beispielsweise ein expressives Werk mit dem Titel „Mammae Masculinae“, eine weiße Porzellanhalskette, die eine geometrisch perfekte Form hat trägt den Namen „Circumclusion“. In diesem Experiment mit den Fähigkeiten des Porzellans nimmt der nichtlebendige Stoff eine lebende, anatomische Form an und gewährt einen neuen Blick auf die für uns gewöhnlich gewordene Struktur des Körpers.