Armin Kolb

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Seit der Gründung im Jahre 1979 dreht sich in dem Atelier von Armin Kolb im wahrsten Sinne des Wortes alles um ein kleines Phänomen: Den Kreisel. Dieser wird allerdings nicht einer klassischen Weise als Kinderspielzeug wahrgenommen, sondern vielmehr als ästhetisches Kunstobjekt begriffen.

In seinen Arbeiten setzt sich Armin Kolb daher auch mit der Frage auseinander, welche Formgebungen und Materialkombinationen möglich und nötig sind, um spezielle Ästhetiken seiner Kreisel hervorzubringen und ihn gleichzeitig nicht in seiner Funktionalität einzuschränken. In aufwändigen, teilweise schon überkommenen Drechseltechniken kombiniert er unterschiedliche Naturmaterialien wie Bernstein und Koralle mit verschiedenen Edelhölzern. Abgerundet werden seine Kreisel durch filigrane Einlege- und Goldschmiedearbeiten. Die so entstandene Bandbreite verschiedenster Kreisel fordert den Betrachter geradezu auf, sich Zeit zu nehmen, sich mit jedem Detail auseinander zu setzen, sie in die Hand zu nehmen und mit ihnen zu spielen. Armin Kolbs Kreisel stehen symbolisch für das Spiel als Selbstzweck, aber auch für das polarisierende Zusammenspiel von Bewegung bei zeitgleichem Stillstand. Seine Kreisel wurden mehrfach ausgezeichnet und sind Teil öffentlicher Sammlungen wie beispielsweise des Badischen Landesmuseums Karlsruhe, des Grassimuseums Leipzig oder der Powerstation of Art in Shanghai.