Bence Magyarlaki

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Der ungarische Künstler Bence Magyarlaki erforscht in seinen Skulpturen und Installationen die Verbindung zwischen Architektur und Körpersprache.

 

Konzeptioneller Ausgangspunkt für Magyarlakis Arbeiten ist sein Körpergedächtnis. Jede Form, die der Künstler entwirft entspringt aus einer Körpereigenen Empfindung, die wiederaufgegriffen und visuell übersetzt wird. Die daraus resultierenden Skulpturen bestehen aus Gussmaterialien wie Beton und Gips, die in der Architektur zur Herstellung von Wänden und Oberflächen verwendet werden. Anders als im architektonischen Gebrauch, bearbeitet Magyarlaki das Material und baut in seinen Objekten Drehungen ein. Dadurch entfacht sich zwischen Material und Form eine intensive Spannung. Der Künstler begreift diese Geste als Aufforderung an den Betrachter die Festigkeit der Form zu überdenken, sie soll ihn ermutigen sich die Fähigkeit zur Bewegung und zur Veränderung zu erhalten und sich so auch der starren Architektur, die zum Symbol der gesellschaftlichen Kontrolle wird, zu entziehen.