Seit Mitte der 1990er Jahre ist er hauptberuflich Drechsler und verfügt über einen großen Wissensschatz sowie über viele historische Materialien. Er entscheidet sich bewusst dafür, alles von Hand zu fertigen und stellt auch spezielle Werkzeuge her. Seine Arbeit ist von einer enormen Liebe zum Beruf geprägt. Hovens verwendet hauptsächlich Altholz, das für Möbelbauer uninteressant ist. Neben Maserknollen (den Auswüchsen mancher Baumstämme) verwendet er auch durch Fäulnis geschädigtes Holz, das sogenannte "Schlafholz". In der ersten Phase des Fäulnisprozesses entstehen neue Farben, Flecken und Streifen im Holz, die ein normales Stück Holz in ein besonders schönes Objekt verwandeln können. Dieses schimmelige Holz ist wieder auf dem Vormarsch, wurde aber schon seit dem 12. bis 13. Jahrhundert für Intarsienarbeiten an Möbeln verwendet. Durch die Entwicklung von künstlichen Farben während der industriellen Revolution ging das Wissen über dieses Holz verloren, aber Jan Hovens gibt ihm neues Leben.