Jantje Almstedt

 Zurück zu Designer
In ihren Werken stellt Jantje Almstedt Situationen und Fragen dar, die zur Reflektion anregen, indem sie kontroverse, ambivalente Figuren aus Keramik, Holz und anderen Materialien schafft. Almstedt wurde 1988 im hessischen Dagobertshausen geboren. Sie hat Plastik/Keramik an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle studiert und 2018 mit dem Frechener Keramikpreis und 2019 mit dem Förderpreis »Keramik im Pulverturm«, Oldenburg ausgezeichnet.
Almstedt kreiert parallele Realitäten und Welten, die zwischen Dystopie und Utopie verhandeln, und unter der Aufbereitung subtiler Hinweise in Titel und Objekt zu uns sprechen. Die absurde Realität in der Installation „Schichilitz“ stellt zum Beispiel mannshohe Figuren aus Keramik dar, die aus einem bunten Bällebad herausragen. Diese Figuren sind anhand von Bildern aus Kriegsgebieten geschaffen: Almstedt nennt diese Arbeit „Ahnungswolken”. Die Wolken die Horror und Tod ahnen lassen, und zwar inmitten der farbigen Realität.Das Thema des Krieges und der Destruktion wird auch in der Installation „Bombensoldat“ angesprochen: Die Überreste eines Soldaten, zwei Beine und das Becken, sind mehreren „Bomben” gegenübergestellt - längliche farbige Objekte, die männlichen Genitalien ähneln – auf sie hinweisen – oder sie ironischerweise „ersetzen”.