Jochen Holz

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Jochen Holz ist ein deutscher Glasbläser und Designer, seine Arbeiten umfassen Vasen, Gläser und Karaffen, aber auch Leuchtmittel. Seine Objekte bewegen sich fernab jeder Symmetrie und vermitteln einen lasziven, mitunter leicht schwankenden Eindruck.

Alle Objekte bestehen aus vorgefertigten Borosilikatglasröhren, einem harten und hitzebeständigen Glas, das das funktionale Geschirr langlebig und alltagstauglich macht. Holz schafft skulpturale Haushaltsgegenstände, achtet dabei aber doch zu jeder Zeit auf deren Nutzbarkeit. In jüngster Zeit hat Holz sich dem Neon zugewandt: Keine gleichförmigen, geraden Neonröhren entstehen dabei, sondern Skulpturen mit gebogenen Silhouetten und komplizierten Krümmungen. Aller Instabilität zum Trotz, Jochen Holz schafft Objekte für den Gebrauch. Er studierte angewandte Kunst in Edinburgh und absolvierte seinen Master in Keramik und Glas am Royal College of Art in London. Seitdem lebt und arbeitet er als freischaffender Glasmacher in London. Holz ist auf eine Technik namens Lampenarbeit spezialisiert, mithilfe derer er vorgefertigte Glasrohre über einer Taschenlampe erhitzt und in Einzelstücke verwandelt - „turning hot liquids", wie Holz seine Arbeit zusammenfasst. Einmal geschmolzen, wird das Glas mit Werkzeugen, durch Blasen oder durch verschiedene Bewegungen geformt, wobei Holz Abfolgen von Drücken, Ziehen und Drehen des Materials in der Flamme durchführt. auch drückt er Gegenstände wie Raspeln oder Holzblöcke auf das geschmolzene Glas, um eine ungewöhnliche, gewellte Textur auf Vasen und Gläsern zu erzeugen.