Lutz Könecke

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Einer langen Tradition folgend fertigt Lutz Könecke im niedersächsischen Großenrode keramische Gefäße an. Vom Urgroßvater bis zur Mutter hat die Keramikkunst eine lange Tradition in der Familie Könecke. Als Lutz Könecke im Jahr 2000 das Studium der Keramik begann beeinflussten zwei Keramiker maßgeblich seine eigene Arbeit: Auf der einen Seite sein Urgroßvater Otto Lindig, der am Bauhaus studierte und später die Keramikwerkstatt des Bauhauses übernahm und auf der anderen Seite Walter Popp, der von 1954 bis 1977 an der Universität Kassel lehrte und eine ganze Generation von Keramikern in Deutschland nachhaltig prägte.

Könecke setzt in seinen eigenen Arbeiten grundlegende Ansätze dieser beiden berühmten Lehrer fort. In seiner Arbeit konzentriert er sich auf Gefäße, die aus mehreren Teilen zusammengesetzt sind. Er entwirft Formen, die nicht einfach in einem Stück auf der Scheibe entwickelt werden können. Es geht ihm dabei jedoch nicht darum die komplexeste Form zu entwerfen – er will viel mehr in einer sehr genauen Art und Weise mit der Form arbeiten. „Letztlich befasst sich meine Arbeit stets mit Volumen und Raum – und erforscht auf ästhetische Weise die Beziehung zwischen Innen und Außen durch die Entwicklung eines Keramikgefäßes.“ Köneckes Forschungen konzentrieren sich auf das Zusammenfügen von zwei oder mehr Teilen in einem Objekt. Er begann damit zwei Schalen zusammenzusetzen, die keine Befestigungsnähte aufweisen. Es fiel ihm allerdings störend auf, dass die Montagenaht nicht gut zu verstecken ist. Könecke ging dazu über, die Montagestellen herauszuheben und somit eine deutliche Gliederung innerhalb des Gefäßes zu erreichen. Das war für ihn der Beginn seiner bewussten Kompositionen, und als er die ersten Stücke fertig gestellt hatte, erkannte er für sich, welche unglaubliche Vielfalt von Formen er auf diese Weise schaffen konnte.