Martin Schatz

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Martin Schatz ist seit zwei Jahrzehnten auf dem Holzweg (Lehrling 1997).
Er arbeitet selbständig und ist in der Holzwerkstatt der Weißensee Kunsthochschule Berlin beschäftigt.
Zuvor hat Schatz Gestaltung und Handwerk in Weißensee (2002-2009) und der Hiroshima City University (2007-2013) studiert und geforscht.

 

Schatz Möbel stehen dem tätigen Leben mit Ruhe und Kraft entgegen. Auf dem Weg von der Vor- zur Herstellung liegt der Entwurf. Er tritt aus dem handwerklichen Hin und Her zwischen Material und Technik hervor. So gerät der Handwerker in die Gegend seines Gegenstandes. Dort entsteht ein Möbel aus Holz, gebaut von Hand, das sich durch den Gebrauch nicht verbraucht, sondern davon nur Spuren trägt und die Zeit in schlichter Zurückhaltung überdauert. Durch eigenständige Holzverbindungen fügen sich die Teile dauerhaft zu einer Form.Schatz Möbel sind Einzelstücke, die sich insbesondere durch die spitzen Winkel und Hinterschneidungen dieser formschlüssigen Verbindungen, in die kein Fräser reicht, der maschinellen Reproduktion entziehen. Die Tische TANGRAM und PASSEPARTOUT verzichten auf Zargen, was nicht nur ihre Silhouette schlicht hält, sondern auch Beinfreiheit gibt. Besonderes Augenmerk wird auch der Oberflächenveredelung gewidmet, beispielsweise durch Beizen mit japanischem Indigo und Verzinnen von Spalten im Holz. Hier wird eine Spannung zwischen der Natürlichkeit des Holzes und der Künstlichkeit der Form erzeugt. Die Dauerhaftigkeit und Einzigartigkeit der Erzeugnisse wird durch die Auswahl außergewöhnlicher Hölzer unterstützt.