Derzeit lebt er in München, Deutschland. Sein erster Beruf war Übersetzer, nachdem er einen Abschluss in Russisch und Spanisch gemacht und in Russland, Spanien und Litauen gelebt hatte. Jetzt widmet er sich ganz seiner zweiten Berufswahl: zeitgenössischer Schmuck. Die Hauptkraft in seiner Arbeit ist seine persönliche Beziehung zu Tabus und Moral. Adie sieht darin eine Reaktion gegen Konventionen, die ihm aus seinem eigenen familiären Umfeld, seiner Erziehung und der Gesellschaft übergestülpt wurden. Dazu gehören sexuelle, ethische, moralische Schwellen, und solche, die auf der sozialen Klasse beruhen und darauf, wie man aussieht, handelt und spricht. Adie bezieht sich auf die Geschichte des kunsthandwerklichen Objekts, bezieht aber auch Geschichten aus der heutigen Gesellschaft mit ein und bezieht den Humor als Mittel der Vermenschlichung mit ein, um Gemeinschaft zu schaffen und sich subversiv über etablierte Machtstrukturen lustig zu machen. Auch im Bereich des Kunsthandwerks gibt es Tabus und Konventionen: Konventioneller Schmuck muss edel sein, glänzen, nicht zu groß, am besten mit einem Stein. Zeitgenössischer Schmuck entzieht sich solchen Regeln, unterwirft sich aber anderen: Die Rosche steht im Vordergrund, sie muss gut verarbeitet sein, Fotos müssen auf weißem Hintergrund gemacht werden; auch die Macher zeitgenössischen Kunsthandwerks neigen dazu, sich auf ein Material, einen Stil oder eine Formel festzulegen.