Rasmus Fenhann

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In Dänemark, einem Land, das erst nach dem Zweiten Weltkrieg voll industrialisiert wurde, hielt man sich an die beste Handwerkskunst, besonders im Tischlerhandwerk.

 

In den 1950er Jahren hatte dieses Handwerk mit von Architekten entworfenen Möbeln unter der Marke Danish Modern internationalen Erfolg. Professor Kaare Klint, der die meisten bedeutenden dänischen Möbelschreiner ausbildete, war der Meinung, dass das Bauhaus "das Kind mit dem Bade ausschüttete", weil die Schule die Tradition ablehnte und auf industrielles Design abzielte. Tradition in Form von erhabenem Handwerk und Design, das auf historischen Typen basiert, wurde zum Markenzeichen der dänischen Moderne. Rasmus Fenhanns Großvater väterlicherseits war Tischler, sein Urgroßvater war Küfer, und wie viele der großen dänischen Möbeldesigner des 20. Jahrhunderts machte er eine Ausbildung zum Tischler, bevor er an der dänischen Designschule aufgenommen wurde. Neben seiner Tätigkeit als Designer ist sein Handwerk für ihn eine Obsession. Fenhann selbst sagt, dass der Schwerpunkt seiner Arbeit "Handwerk und Technologie" ist, wobei er sowohl traditionelles Handwerk als auch die neueste Technologie in seinen Arbeiten verwendet.Fotos von Jeppe Gudmundsen Holmgreen