Die 1979 geborene und heute in Amsterdam lebende Künstlerin bezieht sich bei ihrer Arbeit daher gerne auf Grenzräume, in denen Orient auf Okzident trifft. Die Töpferkunst ist dabei eine der ältesten Kunstformen, die vom Orient in den Okzident kam. Dabei war die Töpferscheibe eine richtungsweisende Erfindung, die auch die Form der Produkte prägte. Die von Siba Sahabi hergestellten Vasen sind aus bemaltem und übereinander gestapeltem Filz, nehmen aber dennoch die Tradition wieder auf und imitieren jene runde Grundform, die unter anderem von einem Sockel aus nach oben hin breiter wird und somit die klassische Form einer Amphore erhält. Ein weiterer großer Einfluss in den Werken Siba Sahabis ist die maurische Architektur und Formgebung. Ein Raumteiler ist an die Fensterbögen des Mudejar Stiels angelehnt und ein Schachspiel an dreieckige Formen, die man in der maurischen Architektur wiederfindet. Mit dem Schachspiel macht Siba Sahabi wiederum eine Begegnungsstätte in Form eines Grenzraumes auf. Über die Mauren in Südspanien fand das Schachspiel Einzug in die westliche Welt und wurde von dieser adaptiert.