Sylvie Enjalbert

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Die von Sylvie Enjalbert geschaffenen Bände sind wie Echos, Übersetzungen von etwas Ursprünglichem und zugleich Universellem: Sie sind die Beschwörungen von Töpfen.

 

Antike Töpfe hielten Wasser, Getreide, Nahrung; sie dienten zur Aufbewahrung, zum Tragen oder zum Kochen; sie enthielten eine Art von Nahrung. So lässt sich ein Dialog zwischen dem Alltagsgegenstand und dem Kunstwerk herstellen. Die Oberfläche ihrer Gefäße zeigt Bewegungen wie kleine Wellen, die durch den Abdruck meines Daumens entstanden sind. Diese Unregelmäßigkeiten offenbaren die individuelle Seele des Stücks; die einfache Spur eines Fingers, die auf Bewegung und das Leben selbst hinweist. Ihre Kreationen tragen sowohl urtümliche als auch zeitgenössische Resonanzen in sich und streben nach Universalität. "Durch langsame und akribische Arbeit versuche ich, eine Form zu erreichen, die einfach und selbstverständlich erscheint, als ob es gar nicht anders sein könnte. Die Suche nach dem Gleichgewicht beginnt am Boden des Topfes und zieht sich durch seine gesamte Form. Die Zeit, die man sich für ihre Herstellung genommen hat, strahlt von diesen Stücken aus und kleidet sie in Ruhe. Minimalistisch, jeder winzige Henkel, jede kleine, sorgfältig platzierte Rippe fängt das Licht ein und lenkt den Blick auf eine verweilende Kontemplation."