Erik Mark Sandberg – Down By The River

„Down by the river“ ist die zweite Einzelausstellung in Berlin des in LA lebenden Künstlers Erik Mark Sandberg.

 

Seitdem Erik Mark Sandberg 2002 mit Auszeichnung vom Art Center College of Design in Pasadena abging, hat er an über 50 Gruppenausstellungen auf der ganzen Welt teilgenommen, darunter die International Art Fairs in Köln, Spanien, Seoul, London, Helsikni und Miami. Daneben waren seine Arbeiten in Einzelausstellungen in New York, Barcelona, Berlin, Australien und Pasadena zu sehen.

 

 

Ausgehend von einer zeitgenössischen Konsumkultur und deren psychologische Effekte auf die besonders Empfänglichen für diese unnachgiebige Beeinflussung durch Massenmarketing – die Jugend – kreieren Sandbergs Malereien und Skulpturen eine unheimliche Portraitgalerie aus haarigen Jugendlichen.

 

 

Der groteske Hirsutismus der Sandberg’schen Subjekte dient als Metapher für die Perversion und Ausbeutung, die der modernen Konsumkultur innewohnt und das scheinheilige Versprechen des Ruhms über Nacht, das in Los Angeles transportiert und gelebt wird.

 

 

Sandberg beschreibt seine Arbeit als einen Anfang durch „Beobachtungen des alltäglichen Lebens, seien es Nachrichten oder eine zerrüttete Familie, die durch ein Shoppingcenter läuft.“ Seine haarigen Jugendlichen entspringen alarmierenden Nachrichtenreportagen, nach denen Leitungswasser durch verschreibungspflichtige Medikamente verseucht wurde, sowie einer Raunch-Kultur, die durch Promiskuität und schulischer Abhängigkeit von Flaming Hot Cheetos befeuert wird. Die nostalgischen Ikonen der Popkultur sind autobiografische Referenzen auf eine Jugend voller Wrestling, GI Joe, He-Man und anderen Manifestationen des Materialismus und der Götzenanbetung der 80er Jahre, während Sandbergs Neonpalette einen Angriff auf die Sinne darstellt, ähnlich dem „konstanten Verrotten von Früchten in der Sonne“. Und dennoch schaffen es Sandbergs Hairy Children überraschend liebenswert zu erscheinen.