Graphic Detour

Wenn Kunst & Design kollaborieren entsteht Graphic Detour – die Schau zeigt acht solcher Kollaborationen.

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Design ist nicht mehr, was es ursprünglich war. Die Zeit, als Kunst und Design bedeutete, Tinte an den Fingern zu haben und individuelle Fähigkeiten zum Ausdruck zu bringen, scheinen weit zurückzuliegen. Moderne Techniken haben die Berufe transparenter und zugänglicher gemacht. Das bedeutet professionelles Wissen ist nicht mehr unbedingt erste Voraussetzung; gute Ideen sind es jedoch nach wie vor. Disziplinen, wie Mode, Fotografie, Malerei, Architektur, Werbung und Grafikdesign sind porös geworden. Künstler und Designer arbeiten längst nicht mehr nur innerhalb einer Disziplin, sondern dehnen ihr Schaffen auf verschiedene Domänen aus. In diesem Sinn entsteht eine faszinierende gegenseitige Befruchtung. Künstler gehen Umwege über das Grafikdesign, während sich Grafikdesigner mehr und mehr auch in Richtung Kunst bewegen. Um diese Diversität zu feiern zeigt die Ausstellung Graphic Detour die Arbeiten von Künstlern, die die Grenzen der Disziplinen überschreiten. Diese innovativen Talente arbeiten mit verschiedensten Medien und sind Visionäre mit unverwechselbaren Ideen. Durch die Zusammenkunft verschiedener Unternehmen mit diesen kreativen Köpfen sind zahlreiche neue Designs entstanden. Graphic Detour hat sich zu einer Austauschplattform von Künstlern, Keramikern, Malern, Handwerkern und sogar Süßwaren-Manufakteuren entwickelt. Das Ergebnis ist eine Sammlung von „Umwegen“, die zu gänzlich neuen Territorien führt. Acht Unternehmen kooperieren mit acht Künstlern – Gastkurator Erik Kessels hat diese jeweils ausgewählt und zusammengeführt.

 

 

Der britische Designer Daniel Eatock arbeitet mit Kemo, einem Unternehmen, das Modelle und Prototypen erstellt. Der Franzose Damien Poulain kollaboriert mit der Konditorei Jamin. Der holländische Künstler Koen Taselaar arbeitet mit der Metallmanufaktur Metaalplan zusammen. Weitere Kooperationsprojekte sind: Marti Guixé (Spanien) mit der Verpackungsfirma Kompak, Joachim Schmid (Deutschland) und NPN Printers, Erik Steinbrecher (Schweiz) und das European Ceramic Workcentre, Tod Hanson (England) und die Textilmanufaktur Vlisco und Fuel (England) mit De Geus woodworking. Zusätzlich zu den Arbeiten, die für die Ausstellung entstanden sind, zeigt auch Graphic Detour selbst neueste Arbeiten. Auf diese Weise ermöglicht die Schau einen Überblick über die mehr und mehr verschwimmenden Grenzen von Kunst und Design.

 

Weitere Informationen zu den Kollaborationen unter: www.motimuseum.com