Geschichte

Die Geschichte des Direktorenhauses begann als Teil der nationalen Münze, deren bombensicheres Gewölbe während des Krieges nicht nur Münzen, sondern auch Kunstschätze sicherte.

Gegründet wurde das Direktorenhaus 2010 von Pascal Johanssen und Katja Kleiss. Das Gebäude war Teil der Alten Münze, der ehemaligen Münzprägeanstalt am Werderschen Markt. Das Haus ist fussläufig mit einem Spaziergang entlang der Spree von der Museumsinsel und dem Boulevard Unter den Linden erreichbar. Der Gebäudekomplex liegt auf den Fundamenten des mittelalterlichen Krögel-Viertels von Alt-Berlin. Er besteht aus einer im Hof gelegenen Produktionshalle, zur Spree gelegenen Werkhallen und dem Kopfgebäude, in dem sich heute das Direktorenhaus befindet. Das historische Palais zur Straßenseite ist ein dreigeschossiger Putzbau mit neunzehn Achsen und einem zentral angeordneten zurückspringenden Portal. Der Relief-Fries nach Vorlagen von Johann Gottfried Schadow aus dem Jahr 1800 zeigt im antikisierenden Stil Szenen der Metall- und Münzenherstellung. Im Zweiten Weltkrieg, während der Bombardierung Berlins, dienten die unterirdischen Tresorräume der Lagerung von Schätzen aus den Berliner Museen. Nach dem Fall der Berliner Mauer stand das Haus jahrelang leer und verfiel zusehends. Pascal Johanssen und Katja Kleiss setzten das Haus mit eigenen Mitteln in weiten Teilen instand und bewahrten es vor dem Verfall. Seit 2010 zeigt das Direktorenhaus Kunst- und Designausstellungen und wirkt international mit thematischen Ausstellungen wie der Illustrative Biennale (Paris, Zürich) oder der Handmade in Germany Worldtour (St. Petersburg, Moskau, Shanghai, Macao, Shenzhen, etc.). Das Direktorenhaus ist Sitz der Deutschen Manufakturenstrasse und Herausgeber des Kunstmagazins „Objects. Journal of Applied Arts“.